Meine Geschichte

ANNIKA WANIERKE

Präsidentin Deutscher Hebammenverband e.V. - Hebamme

Selbstständig von 1997 - 2022

Thüringen

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© Deutscher Hebammenverband,
Axel Schmidt

„Hebammen haben einen doppelten Blick auf das Thema Mutterschutz für Selbstständige: Wir betreuen selbstständig tätige Mütter und sehen den Druck, unter dem sie stehen. Gleichzeitig arbeiten freiberufliche Hebammen selbst unter demselben Druck. Aus dem Blickwinkel von Hebammen ist eine faire Mutterschutzregelung für alle nicht nur eine Frage von Wirtschaftlichkeit und Teilhabe. Sie ist auch eine Frage von Gesundheit und Prävention!“
— ANNIKA WANIERKE

Persönliche Folgen des fehlenden Mutterschutzes

Ich habe selbst jahrelang als freiberufliche Hebamme gearbeitet und vertrete nun als Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes 15.000 Mitglieder, die als freiberufliche Hebammen tätig sind. Ich kann mich sehr gut an die Betreuung von Müttern erinnern, die durch ihre Selbstständigkeit bis kurz vor der Geburt und bereits kurz danach wieder gearbeitet haben und damit ihre Gesundheit und den guten gemeinsamen Start ins Familienleben zu oft hintenanstellen mussten. Und ich weiß, wie viele freiberufliche Hebammen Mütter betreuen, während sie selbst unter diesem Druck stehen. Deshalb stehe ich und stehen wir als Verband für dieses Thema ein.

VITA

© Deutscher Hebammenverband, Axel Schmidt

ANNIKA WANIERKE

Präsidentin Deutscher Hebammenverband e.V. - Hebamme

Ich habe 1995 mein Hebammenexamen an der Medizinischen Fachschule Erfurt abgelegt. Danach war ich bis 2017, mit drei Unterbrechungen aufgrund von Erziehungszeiten, als angestellte Hebamme in Kreißsälen der Versorgungsstufen Level 1 und Level 4 tätig.

Parallel dazu habe ich seit 1997 freiberuflich gearbeitet, ab 2002 in eigener Praxis. Diese selbstständige Tätigkeit habe ich bis 2022 fortgeführt.

Ich kenne also die Arbeit als freiberufliche und damit selbstständige Hebamme aus eigener Erfahrung.

2017 habe ich damit begonnen, mich auch hauptamtlich berufspolitisch einzusetzen für die Interessen des Berufsstandes. Von 2017 bis 2024 war ich Vorsitzende des Hebammenlandesverbandes Thüringen und habe mich darüber hinaus auch im Landespflegerat Thüringen e.V. als stellvertretende Vorsitzende und als Beisitzerin beim Landesfrauenrat Thüringen e.V. engagiert.

Seit 2026 bin ich Präsidentin des Deutschen Hebammenverband e.V.