Meine Geschichte

FABIENNE KÖNIGSTEIN

Profisportlerin

Selbstständig seit 2017

Sachsen-Anhalt

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Für selbstständige Leistungssportlerinnen gilt der gesetzliche Mutterschutz nicht. Können sie wegen einer Schwangerschaft zeitweise nicht trainieren oder an Wettkämpfen teilnehmen, kann ihr Kaderstatus gefährdet sein. Damit können Förderung und sportmedizinische Betreuung wegfallen. Es braucht daher verlässliche Strukturen, damit eine Schwangerschaft weder zum finanziellen Risiko noch zum Karrierehindernis wird.
— Fabienne Königstein

Persönliche Folgen des fehlenden Mutterschutzes

Während meiner Schwangerschaft war ich als selbstständige Profisportlerin finanziell nicht abgesichert. In dieser Zeit lag die finanzielle Verantwortung für unsere Familie vollständig bei meinem Partner. Das wirkt sich auch ganz konkret auf unsere weitere Familienplanung aus: Ein zweites Kind kommt für uns erst nach dem Ende meiner sportlichen Karriere infrage. Familienplanung sollte aber nicht so stark von finanziellen und beruflichen Zwängen abhängen.

VITA

Fabienne Königstein

Profisportlerin

Fabienne Königstein ist Profisportlerin und Mutter. Bereits im Alter von vier Jahren ging sie regelmäßig ins Leichtathletiktraining und entdeckte früh ihre Leidenschaft für das Laufen. Training und Wettkämpfe waren seitdem fester Bestandteil ihres Lebens – auch wenn sie als Kind wohl nicht gedacht hätte, dass sie einmal Profisportlerin werden würde.

Von 2021 bis 2025 war Fabienne Präsidiumsmitglied von Athleten Deutschland und setzte sich dort für die Interessen der Bundeskaderathlet*innen ein, insbesondere für Gleichstellung und die Bedürfnisse von Athletinnen. Nach einer langwierigen Verletzungspause wurde Fabienne 2022 selbst Mutter. Dabei erlebte sie selbst, wie wenig Unterstützung es für Athletinnen während der Schwangerschaft, beim Weg zurück in den Leistungssport nach der Geburt und im Sportalltag mit Kind gibt. Neben der finanziellen Unsicherheit fehlt es häufig auch an sportmedizinischer und trainingswissenschaftlicher Begleitung, sodass Athletinnen und ihre Trainer*innen oftmals auf sich allein gestellt sind. Auch deshalb macht sie sich bis heute für bessere Bedingungen für Athletinnen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Leistungssport stark.

Mittlerweile gehört sie zur europäischen Spitze im Marathonsport und hat eindrucksvoll gezeigt, dass ein Kind ein richtiger Leistungsbooster sein kann.