Meine Geschichte

KATJA WORBIS-ISE

HYROX & Prä-und Postpartaler Coach und Doula

Selbstständig seit 2021

Berlin

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„Wir sagen Frauen, sie sollen in der Schwangerschaft nur leicht trainieren und nach der Geburt sechs Wochen mit der Rückbildung warten. Gleichzeitig erwarten wir von Selbstständigen, weiterzuarbeiten, weil die Absicherung fehlt. Für mich ist das eine riesige Diskrepanz: Beim Training sollen wir uns schonen, aber zum Erholen fehlt die finanzielle Sicherheit.“
— Katja Worbis-Ise

Persönliche Folgen des fehlenden Mutterschutzes

Nach der stillen Geburt meines ersten Kindes musste ich nicht nur mit meiner Trauer umgehen, sondern hatte auch Existenzängste, weil viele meiner Klienten gegangen waren. Nach der Hausgeburt meines lebenden Sohnes saß ich noch am selben Abend im Bett und habe gearbeitet. In beiden Fällen war die mentale Belastung enorm. Ich hätte Zeit gebraucht zum Trauern, zum Ankommen, zum Erholen. Stattdessen musste ich mich darum kümmern, meine Existenz zu sichern. Genau deshalb brauchen auch Selbstständige Mutterschutz.

VITA

KATJA WORBIS-ISE

HYROX & Prä-und Postpartaler Coach und Doula

Katja Worbis-Ise ist Wirtschaftsingenieurin, selbstständige Coach, Doula und Mutter zweier Söhne, ihr erster Sohn wurde still geboren. Gemeinsam mit ihrem Mann führt sie KaJu Coaching & Gym und alleine MILT Fitnessdoula in Berlin.

Nach ihrem Studium arbeitete sie als Change Managerin bei einem Automobilzulieferer. Dort wurde ihr mehrfach signalisiert, dass sie mit Kinderwunsch für Führungspositionen nicht berücksichtigt würde. Sie orientierte sich neu: Heute begleitet sie Menschen dabei, durch Sport körperlich und mental stärker zu werden.

Ihre erste Schwangerschaft und der Spätabbruch veränderten ihren Weg. Sie erlebte pauschale Einschränkungen beim Training und fühlte sich während der Geburt alleingelassen. Deshalb bildete sie sich weiter. Heute begleitet sie Frauen mit Krafttraining durch Schwangerschaft und Postpartum und unterstützt sie mit ihrem Doulawissen. Dabei begegnen ihr unterschiedliche Lebensrealitäten und mentale Belastungen.

Nach der stillen Geburt fragte sie ihre Krankenversicherungsberaterin nach Mutterschutz. Sie erhielt einen Antrag auf Krankengeld und sollte eine Krankschreibung vorlegen. Ihr letzter Satz im Gespräch: „Ich bin nicht krank, ich habe mein Kind verloren und möchte meinen Mutterschutz.“

In ihrer zweiten Schwangerschaft versuchte sie es nicht mehr. Stattdessen verstärkte sie ihr Engagement bei „Mutterschutz für Alle!“, wo sie seit 2023 Mitglied ist.

Katja wünscht sich ein weiteres Kind. Dafür braucht sie eine finanziell abgesicherte Pause. Noch einmal ohne Erholung durchzuarbeiten, würde ihre mentale Gesundheit belasten, als Mensch, Mutter und Coach.