NRW VORAN MIT FAIRSORGT-STUDIE – BUNDESREGIERUNG MUSS NACHZIEHEN
PRESSEMITTEILUNG - 06.07.2026 Berlin
Mutterschutz für Alle! e.V.: „Endlich konkrete Zahlen, jetzt Umsetzung fordern"
Berlin. Die am 06.07.2026 veröffentlichte Machbarkeitsstudie zur fairen Absicherung selbstständiger Schwangerer ist ein wichtiger Schritt vorwärts. Mutterschutz für Alle! e.V., der sich seit Jahren für gleiche Rechte im Mutterschutz einsetzt, begrüßt das Modell des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums ausdrücklich und fordert die Bundesregierung zur zügigen Umsetzung auf. Gleichzeitig kündigt der Verein eine bundesweite Presseaktion vor dem Bundestag am 6. Oktober 2026 an.
Endlich handfeste Fakten statt leerer Versprechen
Die von Wirtschaftsministerin Mona Neubaur vorgestellte Studie macht konkret, was längst überfällig ist - ein Lösungsmodell.
Johanna Röh, 1. Vorsitzende von Mutterschutz für Alle! e.V., erklärt: „Endlich liegt auf dem Tisch, worüber wir seit Jahren sprechen. Rund 27.000 selbstständige Frauen werden jedes Jahr schwanger und fallen durchs Netz. Mit einem geschätzten Aufwand von 135 bis 190 Millionen Euro pro Jahr für die persönliche Absicherung – plus bis zu 135 Millionen Euro für betriebliche Unterstützung – zeigt die Studie: Das ist bezahlbar, das ist machbar, das ist gerecht."
Modell überzeugt von Praktikabilität
Das Drei-Bausteine-Modell aus Basis-Mutterschaftsausgleich (5.000 Euro Einmalzahlung), einkommensbasierter Aufstockung und finanzieller Unterstützung für Ersatzkräfte trifft den Nerv der Betroffenen.
„Das WHKT-Modell bietet endlich einen lösungsorientierten Ansatz. Es berücksichtigt sowohl die existenziellen Ängste werdender Mütter als auch die betriebswirtschaftlichen Herausforderungen kleiner Unternehmen. Genau darum geht es uns: Kein Entweder-Oder zwischen Familie und Selbstständigkeit, sondern beides vereinbaren", so Röh weiter.
PRESSE Aktion am 6. Oktober 2026 vor dem Bundestag
Um den zeitlichen Druck und die Notwendigkeit einer Umsetzung zu verdeutlichen, führt Mutterschutz für Alle! e.V. am 6. Oktober 2026 eine Presseaktion direkt vor dem Reichstagsgebäude in Berlin durch. Dort werden betroffene Unternehmerinnen ihre Geschichten erzählen und die Politik direkt auffordern, die Versprechen einzulösen.
Zukunftsgipfel: Selbstständigkeit & Familie - Warum Vereinbarkeit Wirtschaftspolitik ist
Im Anschluss an die Presseveranstaltung findet am 6. Oktober 2026 der Zukunftsgipfel „Selbstständigkeit & Familie – Warum Vereinbarkeit Wirtschaftspolitik ist" statt. Dieser Gipfel versteht sich mehr als ein Austausch: Er ist ein Dialog auf Augenhöhe, bei dem Politik, Praxis und Expertise zusammenfinden.
Der Rahmen ist bewusst konstruktiv und vertraulich gehalten:
Wir berichten aus der Praxis und zeigen die Lücken im aktuellen System auf
Wir diskutieren vor allem, welche Lösungen jetzt möglich und notwendig sind
Entscheidungsträger*innen nehmen nicht nur die Dringlichkeit wahr, sondern konkrete Anknüpfungspunkte mit
So entsteht Wissenstransfer, Orientierung und ein gemeinsamer Weg, um den Mutterschutz für Selbstständige endlich voranzubringen.
Webseite Zukunftsgipfel: https://www.zukunftsgipfel.mutterschutzfueralle.de/
Finanzierungslösungen sind vorhanden
Die Studie weist explizit auf drei Finanzierungsoptionen hin: Umlageverfahren aller Selbstständigen, Bundeshaushalt/Steuermittel oder eine Mischform. Auch hier gibt es Spielraum für politische Gestaltung.
„Es geht nicht mehr um die Frage 'Ob?', sondern nur noch um 'Wie?'. Alle notwendigen Bausteine liegen bereit. Es wäre ökonomischer Verlust, sie jetzt nicht zu nutzen", fordert Röh.
Bildmaterial zur freien redaktionellen Verwendung: Mutterschutz für Alle! e.V.
Über den Verein: Mutterschutz für Alle! e.V. ist der einzige Verein in Deutschland, der sich ausschließlich für die Belange schwangerer selbstständiger Unternehmerinnen einsetzt. Ziel ist die gesetzliche Verankerung eines Mutterschutzes analog zu abhängig Beschäftigten – inklusive wirtschaftlichem Ausgleich während der Schutzfristen. Der Verein hat mittlerweile mehr als 500 Mitglieder und ist seit 01.Juli 2026 Mitglied im Deutschen Frauenrat.
Dem Bündnis Mutterschutz für Selbstständige gehören mehr als 59 Verbänder und Organisationen an und vertreten mehr als 765.000 Betriebe und Menschen.
Anhänge zum Download:
Link zur NRW-Machbarkeitsstudie: Abschlussbericht Machbareitsstudie
Link zum Deutschen Frauenrat: www.frauenrat.de
Webseite Zukunftsgipfel: https://www.zukunftsgipfel.mutterschutzfueralle.de/
Bündnis für Selbstständige: https://mutterschutz-fuer-selbststaendige.de/
Pressekit und Pressebilder:
Pressekit
Pressekontakt für Anmeldung zum Zukunftsgipfel: events@mutterschutzfueralle.de
Pressekontakt:
Johanna Röh
Vorständin des gemeinnützigen Mutterschutz für Alle! e.V. und Sprecherin des Bündnisses für den Mutterschutz für Selbstständige
+49 157 3621 8718
johanna.roeh@mutterschutzfueralle.de
www.mutterschutzfueralle.de