Meine Geschichte

TAIBE QORRI

Friseurmeisterin

Selbstständig seit 2007

Nordrhein-Westfalen

Kontakt

Instagram

PRESSEFOTOS

„Wir haben 2026 noch immer einen Zwei-Klassen-Mutterschutz. Während angestellte Frauen gesetzlich abgesichert sind, fehlt Selbstständigen oft ein vergleichbarer Schutz. Viele erfahren das erst in der Schwangerschaft. Ich habe selbst schmerzlich erlebt, was das bedeutet. Keine Frau sollte zwischen ihrer Gesundheit, ihrem Kind und ihrer wirtschaftlichen Existenz wählen müssen. Mutterschutz muss für alle gelten!“
— Taibe Qorri

Persönliche Folgen des fehlenden Mutterschutzes

In meiner ersten Schwangerschaft stand ich noch eine Woche vor der Geburt am Friseurstuhl. Selbst im Wochenbett arbeitete ich wieder. Zwischen Stillen, Haareschneiden, Personalausfällen und laufenden Betriebskosten blieb kaum Zeit für Erholung. Mir war nicht bewusst, dass ich keinen vergleichbaren gesetzlichen Mutterschutz hatte wie Angestellte. Auch meine zweite Schwangerschaft verlief so. Die fehlende Absicherung ließ mich sogar überlegen, ob ich mir ein zweites Kind leisten kann.

VITA

Taibe Qorri

Friseurmeisterin

Ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Mit 16 begann ich meine Ausbildung zur Friseurin. Mit 20 besuchte ich aus finanziellen Gründen die Meisterschule im Abendlehrgang, während ich tagsüber weiterhin arbeitete. Mit 23 machte ich mich selbstständig.

Dieser Weg hat sich damals eher aus den Umständen ergeben. Gleichzeitig hatte ich schon früh eigene Vorstellungen davon, wie ich meinen Beruf ausüben und meinen Salon führen wollte. Seit 2007 bin ich selbstständig und stehe seit meinem 16. Lebensjahr durchgehend im Berufsleben.

Mit der Mutterschaft kam eine Herausforderung hinzu, auf die mich niemand vorbereitet hatte: Als Selbstständige fehlte mir während meiner Schwangerschaften die Absicherung, die angestellte Mütter genießen. Diese Erfahrung hat mich nachhaltig geprägt.

Heute engagiere ich mich ehrenamtlich als Ratsmitglied in Neukirchen-Vluyn und studiere neben Beruf und Familie Politik-, Verwaltungswissenschaft und Soziologie an der FernUniversität in Hagen.

Als Handwerksmeisterin, Unternehmerin und Mutter weiß ich, wie wichtig wirtschaftliche Unabhängigkeit ist. Aber sie darf nicht bedeuten, während einer Schwangerschaft auf Schutz und Sicherheit verzichten zu müssen.